jetzt im geburtsort meiner mutter.
das haus verfallen,
eingestürzt das dach, im garten ein verrosteter T34 der roten armee.
im keller finde ich den küchenherd und den samowar meiner mutter.
ich habe das gefühl, meine mutter steht lächelnd in der tür, ihre bernsteinaugen leuchten im kellerhalbdüster.
ein grabeskalter lufthauch berührt das arme herze mein.
mein 2ter tag in meiner mutter heimat.
die ganze nacht wach gelegen mit untergehendem mond.
telegramm von marika wegen seelenpein.
es ist kalt im zimmer, heizung ausgefallen.
cognacflasche fast leer.
ich nehme einen letzten schluck.
am glas lippenstift von lydia.
ihr kopfpolster ist noch warm.
ich betrachte meine große zehe.
gelesen bis 3.30 uhr.
juliane und martha sind ratlos, wollen in k. bleiben, bis alles überstanden ist.
nachmittags besuch in der klinik.
der tod hat ein gesicht wie ein engel.